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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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mes wieder auflebten, die Anbetung der Bilder, dieAnsicht von dem Abendmahle als einer Opferhandlung,hervorgegangen, und im Mittelalter erst sind, wie je,der Anfänger im kirchenhistorifchen Studium weiß, dieDogmen vom Fegefeuer, von den sieben Sacramen-ten, von der Brodverwandlung auf die Bahn gekom-men. Und diese Dogmen sollten in irgend einem chrisi-lichen Lehrgebäude eben so wesentlich und nothwendigseyn als die Lehren, welche Christus und die Apostelin die Welt einsühreten? Dann haben die Christender alten Kirche, die Apostel sogar, ein sehr unvoll-ständiges und mithin unvollkommenes Christenthum ge-habt, ja Christus selbst, welcher von dem Meßopfer,von den Heiligen, von den sieben Saeramenten undvom Fegefeuer nichts wußte, hat dann das Christen-thum nicht ganz und vollständig gekannt, und würde,wenn er heute wieder zur Erde Herabstiege, mancheserst lernen müssen, um vor seinem Statthalter als einrechtgläubiger Christ zu gelten. Wie durch diese Be-trachtung, so sieht sich jeder denkende Christ auchdurch die Beurtheilung des religiösen und moralischenGehaltes der katholischen Dogmen zu der Unterschei-dung des Wesentlicher, und Außerwesentlichen, desNothwendigen und des Zufälligen geleitet. Denn wie,die rohe, grobsinnliche Dichtung eines rohen Zeitaltersvon einem Fegfeuer, darin die Seelen zappeln wie dieFische im Kessel, soll gleich zu achten seyn dem Glaubenan den Unterschied zwischen dem Guten und dem Bö-sen? Wer läugnet, daß die Hostie anzubeten sey,soll eben so weit vom wahren Glauben entfernt stehen,als wer nicht glaubt, daß Christus in die Welt ge-kommen ist, die Sünder selig zu machen? Wer die