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düng des Klerus. Erziehet man ihn so, wie Romwill, so wird er weder die Achtung der Weisen zu er-werben, noch den Gottesdienst in Ehren zu erhalten,noch dem Unglauben entgegenzuwirken vermögen.
Soll denn Rom's starrer und herrschsüchtiger Po-litik das Heil der Kirche aufgeopfert werden? Solles ihm gelingen, die beiden Hälften Deutschland's,welche schon einander sicks entgegenzuneigen begannen, inbefreundender Wissenschaft und Bildung, wieder wei-ter als jemals von einander zu entfernen? Soll diefortgeschrittene Wissenschaft der Deutsch - katholischenKirche wieder zurückgedrängt werden in die Schrankender Römischen Hofdogmatik und des päpstlichen Rech-tes ? Sollten denn die Deutschen Kirchen nicht besserwissen, als ein fremder Bischof, wie ihr Klerus zweck-mäßig zu bilden sey? Warum werden sie nicht hier-über gehört? Sind denn die katholischen GeistlichenDiener des Papstes, sind sie nicht Diener der Kircheund des Staates? Wie kann Rom sich anmaaßen,die Art und Weise vorzuschreiben, wie die Geistlichender Deutschen Kirche gebildet werden sollen, und wiemag man solche Anmaaßung ertragen? Warum schweigtman hierzu im katholischen Deutschlande? Wäre eöschon so weit gekommen, daß man Rom fürchten müßte?Empört fühlten sich die Deutschen Fürsten und Völ-ker, als ein fremder Herrscher in ihr politisches lebeneingriff: und gelassen sollcen sie es tragen, daß einfremder Bischof in ihr geistiges leben sich einmischenwill, ihre Universitäten, die Zierden ihrer Länder, dieSitze ihrer Wissenschaft, die Bildungsschulcn ihrerJugend, der Verbreitung gefährlicher lehren beschuldi-get, und, unbekannt mit dem Geiste der Deutschen