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wäre an ihm vorübergegangen. Die Jahrtausende,welche vor der Zeit, wo die Geschichte ihren Anfangnimmt, chorhergegangen sind, denke ich mir als dieKindheit des Menschengeschlechtes, weil ihm nur einedunkle Erinnerung an wenige einzelne Erscheinungenaus dieser Zeit geblieben ist. Die Periode vom An-fänge der Geschichte, welche ungefähr tausend Jahrevor Christo anhebt, bis auf die letzten Jahrhunderte,stelle ich mir als sein Knabenalter vor, weil eS in die-ser Zeit viel Thörichtes begonnen, oft, nur um sie zuüben, die erwachete Kraft geprüft, und, wie es demKnaben noth ist, unter strenger Zucht gestanden hat.Nunmehr aber scheinen ihm die Jünglingejahre oder,wenn man dem Professor das aus seiner Umgebunggenommene Bild erlauben will, die Studentenjahregekommen zu seyn, weil es nach Selbstständigkeitringt, bey allem, was gelehrt und geboten wird, nach; derUrsache und dem Grunde fragt, und nicht mehr blind-lings glauben und gehorchen will. Auch die Jünglingeaber bedürfen der Leitung, und sie lassen sich leiten, ^sobald man sic nur überzeugt, daß, was man sie lehrt,wahr, und was man von ihnen (fordert, recht undbillig sey, und wenn nur die, welche zu Professoren,Rectoren und Curatoren an der großen Völkeruniver-sität, Europa genannt, berufen sind, nicht vergessen,daß sie nicht mehr Knaben zu ziehen, sondern Jüng-linge zu führen haben, so werden sie bald inne wer-den, daß es nicht nur würdiger, solidem auch leichtersey, Jünglinge zu leiten, welche der Vernunft Ge-hör geben, als unbändige Knaben, welche nur derRuthe gehorchen. Der Katholicismus war das noth-wendige Erziehungsmittel der Europäischen Welt in