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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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senheit mir kann die Sonnenscheibe vom Himmel rei-ßen wollen. Unterricht von den Staubwolken, welcheder Unverstand auftreibt, gehet die herrliche ihreBahn und lachet der Thoren, welche, wenn sie dieHände vor die Augen halten und einigen Nachbarndie Kappe über den Kopf werfen, meinen, daß esdunkel geworden sey; ungehemmt gehet sie, ruhig zwarund langsam, aber sicher ihre-Bahn; höher immersteigt sie herauf; weiter immer breitet sie ihre Strah-len aus. Die Nebel vergehen und die Schatten zer-stießen; sie aber bleibt, und leuchtet in ewigem Glanze;denn von einer höhern Hand wird sie geführt und ge-halten. '

Hoch indessen ist die Sonne am Himmel derMenschenweit auch heute noch nicht hcraufgestiegen;der Morgen des langen Tages erst, den das Men-schengeschlecht auf diesem Planeten verleben soll, istgekommen. Mir wenigstens scheinet das Menschenge-schlecht noch ein jugendliches Geschlecht zu seyn. Werheute fünfzig Jahre zahlet, hätte nur noch fünfmalso lange zu leben gebraucht, um das Resormalions-^ Zeitalter zu sehen. Wer noch dreyßigmal so lange ge-lebt hätte, reichte bis in die Zeiten Christi hinauf;und nun brauchr'6 nur noch zwanzigmal fünfzig Jahre,um bis zum Anfänge der Geschichte unserö Geschlech-tes zu kommen. Wenn man die Sache so sich denkt,erscheinet das Daseyn des Menschengeschlechtes alsein kurzer Zeitraum im Verhältnisse zu den Jahr-tausenden, welche vielleicht noch kommen werden, ehedie Erde vergeht. Ein Mann von fünfzig Jahrendürfte nur fünf und funfzigmal so lange, als er ge-lebt hat, gelebt haben, und die ganze Weltgeschichte