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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
Entstehung
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ihrem Knabenalter, denn der Knabe muß unbedingtdem Ansehen des Lehrers sich unterwerfen, und bedarfstrenger Zucht. So wie aber mit dem beginnendenJünglingsalter der Protestantismus kam, so stehetauch er nur im rechten Verhältnisses zu dem Bedürfnissedieses Alters, denn dem Jünglinge muß man sagen,nicht nur was, sondern auch warum er glauben undthun solle, was man ihm lehrt und von ihm fordert;und darum eben drängt sich die Welt.aller Orten denGrundsätzen des Protestantismus entgegen, selbst inden Ländern, wo man den Katholicismus am eifrig-sten herzustellen strebt, oder wo er noch inuner eineausschließende Geltung behauptet. Auch dieses Jüng-lingsalter aber wird vergehen, wie das Knabenaltervergangen ist; früher oder später wird unseren Gc-schlechte die Reife der männlichen Jahre kommen.Und dann wird's keinen KatholieiSmus mehr geben,weil inan längst nicht mehr daran denkt, den Mannwie den Knaben führen zu wollen, und bald auchkeinen Protestantismus, weil, wenn die Opposition auf-hört, auch der gegen sie gerichtete Widerspruch endigenmuß. Frey von allen beschränkenden Formen wirddann das Evangelium in der Welt stehen, und dieKirche, wie verschieden sie auch an verschiedenen Or-ten sich gestaltet haben möge, wird doch im Grundeund im Wesen überall dieselbe, überall die eine evan-gelische Kirche seyn. Dann erst ist sie geworden, wassie werden soll nach dem Plane, und sicher auch wer-den wird im Laufe der Jahrhunderte nach Verheißungihres göttlichen Stifters.