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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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den auch die Regierungen sic ehren, und was wir infester Hand halten, das wird Niemand uns nehmen.In Wort und That müsse Daher jeder Achtung gegenseine Kirche auSdrücken; ihre Sache müsse jeder füh-ren, wie und wo er's vermag, ihre Anstalten hebenund fördern; und keiner müsse je in der Collision mitder fremden Kirche der Pflichten gegen die seinige ver-gessen. Das sind wir uns selbst schuldig, den Vätern,die um hohen Preis die Freyheit der Geister erkaufthaben, und den Nachkommen, denen wir die empfan-genen Güter bewahren sollen. Die Sache des Pro-testantismus ist die Sache der Freyheit und des Lich-tes; eine solche Sache müsse keiner verlassen.

Ja, die Sache des Protestantismus ist die Sacheder Freyheit und des Lichtes. Das seit dem fünf-zehnten Jahrhunderte über Europa aufgegangene Lichthat ihn hervorgerufen, und die freye Bewegung derihrer Fesseln entbundenen Geister hat ihm sein Daseyngegeben. Er fordert und gewahrt das Recht freyerPrüfung und ungehinderter Mitteilung der Gedanken;er widerstrebt dem willkührlichen Zwange und legt ihnden Seinigen nicht auf; und wie er selbst in fort-schreitender Entwickelung begriffen ist, so will er nicht,daß entweder der Staat oder die Wissenschaft in demFortgänge ihrer Entwickelung aufgchalten und gehemmtwerde. Darum ist seine Sache die Sache der Frey-heit und des Lichtes; wenn er unterginge, so wäreauf Jahrhunderte hinaus diese heilige Sache für Eu-ropa verloren.

Europa aber soll nicht zurücksinken in die Schat-te» der dunkeln Jahrhunderte; das Licht soll der WelLbleiben, und es wird ihr bleiben. Thörichte Vermes-

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