67
! findet, sondern auf Universitäten, wo die Wissenschaftj um der Wissenschaft willen getrieben wird und die Gei-! fier frey sich bewegen, bilden lassen, die Herstellungder Orden, besonders der Jesuiten, beharrlich verwei-! gern, und endlich einmal die Aufhebung des nur vonNom's Herrschsucht 'gegen Recht und Menschlichkeit? eingcfl'ihreten CölibateS bewirken möchten. Das aller-! Vings wünsche ich um des Besten der Welt und deri katholischen Kirche selbst willen. Denn so wie sie ist,
§ kann sie nicht bleiben, wenn sie nicht, gleich einer aus! dem Mittelalter stammenden Ruine, alternd und ver-! fallend in dem verjüngten Europa stehen will. Auchl sie kann dem Gesetze, welchem die ganze Welt gehör-^ chet, dem Gesetze fortschreitender Entwickelung, nichtewig widerstreben, wenn sie nicht endlich untergehen, will; auch sie muß sich fortbilden, befreunden mit dem! Geiste der Zeit, und in Uebereinstimmung treten mit: den Ansichten und Bedürfnissen des neunzehnten Jah»hunderkes. Das aber wird um so leichter geschehen,je weniger Rom über sie vermag, je glücklicher dieWissenschaft in ihr gedeihet, und je mehrere stalettt-volle Jünglinge, welchen nicht mehr zugemuthet wird,
! wie auf das Recht freyer Forschung, so auf das je-! dem Menschen bestimmte Glück des häuslichen Lebenszu verzichten, ihrem Dienste sich widmen. Nicht die' Beeinträchtigung und Beschränkung der katholischen Ki»
! che, sondern nur die Aufhebung der ihre zeitgemäße> Fortbildung und damit ihre Wirksamkeit hemmenden! Hindernisse ist mein Wunsch und Verlangen.
! Nein, ich hege keine feindselige Gesinnung gegen§ sie und will sie nicht anklagcn. Wenn aber katholici.i sirende Politiker oder politisierende Hierarchen mein«
I s«