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Keineswegs aber will ich der Anklage des Pro-testantismus eine Anklage des KatholicismuS entgegen-setzen, und die Schuld meiner Gegner dadurch thcilen,daß ich die Regierungen mit Mißtrauen gegen die ka-tholische Kirche erfüllen und zu ihrer Beeinträchtigungauffordern sollte. Auch sie ist ja eine christliche Kir-che, auch sie pflanzt ja das Evangelium in der Weltfort, auch sie will zu christlicher Weisheit und Tu-gend führen. Ich müßte kein Christ seyn, wenn ichmich nicht freuen wollte, daß sie, nachdem sie langegenug von einer glaubenslosen Zeit zu Boden getretenund in ihrer Wirksamkeit gehemmt worden ist, sicherhebt und wieder einen großem Einfluß auf die Ge-müther erhält. Die Liebe zu meiner Kirche macht michnicht ungerecht gegen die fremde, und die auf klareEinsicht gegründete Anerkennung der großen Vorzügedes Protestantismus schließt die Ueberzevgung nicht aus,daß der Zweck des Christenthumes auch durch eineandere Glaubensform, wenn gleich unvollkommener nur,gefördert werden könne. Das aber wünschte ich frey-lich von allen Regierungen zu erhalten, daß sie, dasie den günstigen Moment, wo sie die Kirchen ihrerLänder ganz vom Ponlisicate trennen und das Patriar-chal- oder das Episkopalfystem an die Stelle des Pa-palsystemc^ setzen konnten, ungenutzt haben vorbcygehenlassen, Rom's Einfluß möglichst beschränken, jedenselbstständigen Forscher in der katholischen Geistlichkeitihrer Länder, deren es in Deutschland vornehmlich nichtwenige giebt, gegen die Befehdungen der Römlinge undFinsterlinge sicherstellen, die dem geistlichen Stande sichwidmenden Jünglinge nicht in klösterlichen Seminarien,wo nur gelehrt werden darf, was der Bischof für gut