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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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gleich Napoleon hier die regierenden Familien vertriebund dort neue Verfassungen einführete, so ist doch nievon einer Hessischen, Hannoverischen, Braunschweigi-sehen Revolution die Rede gewesen. Nur die von in-nen heraus gewirkten, und zwar nur die gewaltsamerzwungenen, aber nicht die Veränderungen pflegt manso zu nennen, welche auf dem Wege gütlicher Ver-handlung cingeleitet und in Uebereinstimmung der da-bcy interessieren Theile getroffen wurden. Weder wasein Volk durch Vorstellungen seiner Vertreter von derRegierung erhielt, noch was diese in Ucbereinstimmungmit den Wünschen des Volkes einführete und gründete,ist Revolution genannt worden. Die Gewaltt ha-kig keit, welche die beabsichtigte Veränderung er-zwingt, ist wesentlich im Begriffe der Revolution.Diese Ecwaltthätigkeit aber kann eben sowohl von demRegenten als von dem Volke oder mächtig gewordenenDemagogen geübt werden; denn auch die von Gu-stav III. durch die gewaltsame Aufhebung des Rcichö-ratheS in der Verfassung Schwedens bewirkte Verän-derung heißt eine Revolution. Vorzugsweise brauchtman aber das Wort von den Veränderungen, welchenicht von oben sondern von unten kommen, und vonden Völkern oder mächtig gewordenen Volkspartheyenerzwungen werden. In diesem Sinne redet man voneiner Französischen, Spanischen, Neapolitanischen Re-'volution; und in diesem Sinne wird das Wort vondenen genommen, welche den Protestantismus der Ver-breitung des revolutionären Geistes anklagen.

Wie nun gehöret die Reformation in die Kate-gorie dieser Revolutionen, welche zu verhüten, weilsie dem Regenten und dem Volke innere und äußere