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der katholischen Kirche, sondern nur von ihrer Kraft»losigkeit zeugen die Erscheinungen der Zeit. Immerbleibt daher die Frage: ob in dem Protestantismusder Keim des revolutionären Geistes, in dem Katho»liciömuö das sicherste Mittel, ihn zu dämpfen liege,der Beantwortung werth, um so mehr, da man ja sa-gen könnte, daß erst seit der Zeit, wo der protestan-tische Geist über Europa ausgebreitet worden sey, derKatholicismus seine Macht über die Gemüther verlo-ren habe.
Also zur Sache. Liegt im Protestantismus derKeim deö revolutionären Geistes? Oder kann er dochdie Staaten, wenn er sie auch nicht bedrohet und ge-fährdet, nicht so kräftig als der Katholicismus stützenund halten?
AuS einer Revolution soll zuerst, wenn wir seineAnkläger hören, der Protestantismus hervorgegangcnseyn, eine Revolution soll forthin die Reformation desscchSzehnten Iahrhundertes genannt werden. Verstän-digen wir uns zuerst über den Begriff der Revolution,und leicht wird sich dann beurtheilen lassen, ob die Re-formation des sechszehnten Iahrhundertes unter dieseKategorie gehöre.
Wird das Wort im eigentlichen, nicht im bild-lichen Sinne (wie dann geschieht, wenn man von Re-volutionen der Erde und von Revolutionen im Gebieteder Wissenschaft redet) genommen: so versteht manunter einer Revolution die gewaltsame Veränderungder bestehenden Verfassung eines Staates durch dieUebermacht eines seiner integrirenden Theile. DenUmsturz oder die Umbildung der Staaten durch sieg-reiche Feinde pflegt man nicht so zu nennen; denn ob-