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Des berühmten Herrn// Siegmunds von Storchenau,// der Weltweißheit und Gottesgelehrtheit Doktors an der Uni-//versität zu Wien,// Abhandlung// über den Glaubenssatz der katholischen Kirche:// Außer der Kirche// ist kein Heil,// oder// Von der theologischen Unduldsamkeit// der Katholiken : Bey Gelegenheit der zu Mülheim am Rhein am jüngsten Fronleichnamstage von P. Simplicianus Haan, aus dem Eremiterorden des Heil. Augustins gewöhnlichen Sonntagsprediger, gehaltenen Controverspredigt, unter dem Titel: Kein Protestant kann selig werden
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Ueber das, die Peinigung , welches unschickliche Mittel , Jemanden vonder Wahrheit der Religion zu überführen ? Wie,, die Wahrheit , wird destoleichter verkennet: je heftiger der Geist durch den schrecklichen Anbchk derpeimlichen Werkzeuge erschüttert , ^nd das Herz beunruhiget wird-

Jch weis wohl: welche Klagen in dem Stücke,, die Philosophen wideruns führen ; und leugne es nichte daß von un srer Seite manchmal ein Grunddazu ist geteget worden. Alleine, dieses sind zufällige Misbrauche - nichtnolh-wendige Folgender Unduldsamkeit gewesen ; Und dem Himmel seys ge-dankt ;sie sind nun allenthalben und durchaus getilget , diese Mrsbränche <i).

C Warum

das Evangelium gutheißt, da er sprach: Rein prorestanr kann st!-a mercen,weil er keinen (übernatürlichen setigmachwdkn) Glauben hat. Aber wenn dieProtestanten in ihrem Irrthume mach abgehaltener Predigt verhärteten; bat mansie alsdann zu peinigen.angefangen? hat man Feuer vom Himmel über sie begehret?hat man sie vertilgen wollen ? Mit Mitleiden hat man ihr Unglück angesehen: undman hat -sich Mif eine andere Zeit auf ein neues und noch mehr beeiferet; ihnen ih-ren Irrthum deutlich zu machen, um ihr ewiges Glück zu befördern. . Hier siehtmans , wozu des Hrrru?aupstrs angeführte Texte dienen.

g) Herr ^aupftr bürdet S- ao. n. 12 derkatholWen Unduldsamkeit ebenfalls un-terschiedliche Grausamkeiten auf; Er sindet also auch hier seine Antwort. Zuerstliefert er aber das fürchterliche Gemählde aus einem protestantischen Skribenten.Erzählt Misbränche, so von einzelnen Personen ausgeübet worden. D rs.'llt her-nach auch aus die berufene Bartholomäusnacht, welche ein gallsüchtigcr, und rach-gieriger Fürst angeordnet hatte. Das Wort: Bartholomäusnacht , ist die großeLosung aller .sinnlosen Schreyer. Voltaire hat tausendmal wider die Bartholo-mäusnacht gchclüet; alle, die von seiner Sekte sind, wiederholen alle Tage dasnämliche Geheul wider die Bartholomäusnacht ; und bis -aus -die -schlechtestenSchnlbürschqen, die zum Unglauben aufgeschworen haben , und von den Philosophenabgerichtet werden, ist keiner, der nicht seine Kraft versuchte , .aus vollem Halse,wider die Bartholomäusnacht zu schreyen.

Es ist i'Msam zu bemerken , daß diese Ermüdeten Schreyer Leute sind , welchejederzeit alles., was Zwana oder Recht, billig , oder unbillig, rechtmäßig, oder un-rechunäßig ist, untereinander mengen; welche die Begebenheiten, die Beweggrün-de , die Ursachen der Nothwendigkeit, oder der Gebühr ohn: Scheue verfälschenund verunstalten.

Man wird von all diesem in der Geschichte der Albigenser vorn Abte von vau-cernay, in-der Geschichten der Niederlande von Johann Le Llerc, und von' Em-manuel von Meteren, in den Urkunden der Bündnisse der Reformirten, dieSou-lier, gesammclet hat, überzeugende Beweise antreffen.

Aber die ersten christlichen Kaiser, und nachmals die Könige , Zran; -er erste ,