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Des berühmten Herrn// Siegmunds von Storchenau,// der Weltweißheit und Gottesgelehrtheit Doktors an der Uni-//versität zu Wien,// Abhandlung// über den Glaubenssatz der katholischen Kirche:// Außer der Kirche// ist kein Heil,// oder// Von der theologischen Unduldsamkeit// der Katholiken : Bey Gelegenheit der zu Mülheim am Rhein am jüngsten Fronleichnamstage von P. Simplicianus Haan, aus dem Eremiterorden des Heil. Augustins gewöhnlichen Sonntagsprediger, gehaltenen Controverspredigt, unter dem Titel: Kein Protestant kann selig werden
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Diese Männer , die damals von dem svangeiifchen Grundsätze der Um Eduldsamkeit ganz eingenommen , von den Juden , Heiden, und Ketzern nicht !anders dachten : als wir itzt von den irrenden Christen denken, betr ügen sie dem !noch mit ihnen ganz friedsam; und gewannen der Wahrheit, obwohl gehastet !und verfolget , die Herzer vieler Taufenden.

Ohne Zweifel liebsten sie auch diejenigen, um derer Bekehrung sie sich, chfo eifrig und uvermüdel bewarben; und denen sie vor ihrer Bekehrung ohne ,ch'Unterlaß zuriefen : Mer inrhr glauben will, der wird vndainnnr werden- ^Äber wer untersieht sieb zu sagen : daß sie dabey Gott hasteten ; der über die chUngläubigen einst das Urtheil sprecl.ren wird? Wahrhaft! RorrMau behaup- >tct da den auftallcndsten Widn 'pruch. Wenn n>an ohne Gott zu haßt», die chnicht lieben kann, weiche in Ansehung der wesentlichen Religionökiübten , in ei- >nem Irrthume stecken : so ist eben die Befolgung des göttlichen Willens, mt 'dem Haße Gottes unaufhörlich vcrki üplet ; und niemand hat das unendliche GGilt mehr gehastet, dann Jesus Christus seil st , als welcher aus der Absicht lvem Himmel gekonmien istJ die der zur Busse zurufen ; und alle ver- iir l n Schafe, zufanimen in einen Stall zu bringe«. Ist dieses kein Wider- cksprach ? X

Eben so weit sieht der letzte Satz des genfschen Bürgers von der Wahr- !heil ab : Es ist unumgänglich nothwendig, sie entweder auf den rechten Wegzuführen, oder zu peinigen Nein! Herr Philosoph ! unumgäng- ^lich ist keines von beyden noibeendig. Gmug ! daß nian sich aus, und mit >christlicher Liebe, die Mühe giebt, ihner durch Mittel, welche das Evangeli- >5um gutheißt, aus dem Irrthume zu helfen. Sind sie halsstarrig ; und wol-len sich) den Irrthum nicht nehmen lassenso werden wir ihr Unglück bedauern.- saber sie nicht peinige» Wir erinnern uns gar zu wohl, daß Jesus Christusseine Jünger , wie Lämmer unter die Wolfe gesendet ; und es sehr geahndetHai : daß sie Feuer vom Himmel herabrusen wollten, um dir widerspänsiigcn -Samariter zu verzehren, p) ,

Handeier Anvree, wie das churfürstliche Dekret vom 25 August dieses Jahrs auswei, ^set. Die Predigt enthält nichts, als orthodoxe, der katholischen Kirche ganz gemäße >'Griind'Uiid Lehrsätze: sie trägt die Wahrheit offenbar, und deutlich -vorauch ein- lhalt sie nichts wider den westfälischen Frieden, sonstige Rcichsschlnffe, oder den Re- ^rieiensreecsS anstößiges, noch einige Schmähungen , oder wirkliche Schimpsreden, «

wie es ein hochprcisücher Geheimrath zu DrUldors selbst anerkannt hat. Werwar der Friedensstörer? ^^

x) Jesus Christus selbst predigt? so : wer nicht glaubet, wird verdammet werden: si

so predigten seine Apostel , io. P. Haan bedienete sich also eines Mittels , welches f