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Des berühmten Herrn// Siegmunds von Storchenau,// der Weltweißheit und Gottesgelehrtheit Doktors an der Uni-//versität zu Wien,// Abhandlung// über den Glaubenssatz der katholischen Kirche:// Außer der Kirche// ist kein Heil,// oder// Von der theologischen Unduldsamkeit// der Katholiken : Bey Gelegenheit der zu Mülheim am Rhein am jüngsten Fronleichnamstage von P. Simplicianus Haan, aus dem Eremiterorden des Heil. Augustins gewöhnlichen Sonntagsprediger, gehaltenen Controverspredigt, unter dem Titel: Kein Protestant kann selig werden
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ewigglücklichen : sondern unter die unerbittlichen Seelenräuber, zur sckimpfiicb-sten und immerwährenden Knechtschaft , in den Aufenthalt der ewigunaluckii-chen führet l); U^d wir, welche von der ganzen Sache wohl unterrichtet such:welche ihr unvermeidlich ewiges Unheil mit der g ößesten Gewißheit voraussehen,wir sollen ihnen dazu glückwünschen: wir sollen schweigen: mit lügenhaftenSchmeichelciM das wonnevolle Schicksal der Auserwählten verbrechen: undsie also mit einer verfübrischen Hoffnung der Seligkeit in dem Irrthume stärken;damit sie destoweniger umsehen , und desto gerader dem Verderben zulaufen?O Toleranz l O Duldung l wie treslich verträgst du dich mit der Menschenlie-be ! Und dennoch betreiben die menschenfreundlichen Philosophen (Protestan-ten) eine, wie die andere, mit gleicher Hitze. Was sollen wir ron ihnen an-ders denken ; als daß diese Herren , nur den unedlem Theil des Menschen, denKörper lieben ; den edlem hingegen, das lebendige Bild des Schöpfers, dieSeele, mit unversöhnlichem Haffe verfolgen?

Ja fürwabr, nur diesen Begriff kann das so lieblich klingende Wort Men-schenliebe, in ihrem Munde ausdrücken : wie hingegen die Grausamkeit, de-rer sie uns deshalben beschuldigen, in der That weder mehr, noch weniger ist,als liebenswürdigste Redlichkeit, die zärtlichste Zuneigung , und die aufrichtigsteBegierde, alle, alle Menschen hier und dort, wahrhaft glücklich zu machen 8).

Man

f) Nun wandeln aber die Herrn Protestanten aus Irrthum Es mag sträflich, oderunsträflich seyn auf der unrechten Straße; auf der Straße, welche sie (nach deinZeugniße der selbstständigen Wahrheit) in den Aufenthalt der ewig unglücklichen füh-ret aus der Straße, worauf kein Heil ist, worauf man nicht selig werden kann.

ß) Worin besteht NUN die Intoleranz, die Undultsamkeir der katholischen Kirche ?Ist tzs Menschenhafi, wie Herr Zaupstr schreibt? Weis Herr Zarrpser denn nichteinmal, worin die Unvultfavrkei'r der Kirche besteht? Und er will doch Duldungpredigen ? theologische Duldung , wie seine Blätter verrathen ? Liebe HerrnProtestanten ! Herr Jaupser hat so unpartheyisch geschrieben, wie ihr saget? und zuMünchen soll alles approbirt seyn? was schlimme Streich das nicht sind ! Aberandere Begriffe muß man von der katholi chen Undnltsamkeit haben; Sie ist nichts an-ders , als die Treue und Standhastigkeit der Kirche, mit welcher sie das geheiligteUnterpfand der göttlichen Wahrheiten, das ihr anvertrauet worden ist, ganz rein,und unverfälscht bewahret. Hieraus folget nun

r. Die Unduldsamkeit ist eine so wesentliche Eigenschaft der Kirche, als ihre Hei-ligkeit, ihre Gewalt und ihr Recht zu lehren.. Fürwahr, da diese Kirche die Vcr-wahrerinn der Wahrheit ist; so kann lind soll sie nichts, als die Wahrheit lehren;sie kann und soll dieselbe niemals verhcelen, oder verletzen : sonst wäre sie weder ei-ne getreue Verwahrerinn, noch eine heilige Kirche mehr.. Sie muß also unvulv-sam seyn; sie ist also wesentlicher und nothwendiger Weise unvnlvftm; sie muß also