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Des berühmten Herrn// Siegmunds von Storchenau,// der Weltweißheit und Gottesgelehrtheit Doktors an der Uni-//versität zu Wien,// Abhandlung// über den Glaubenssatz der katholischen Kirche:// Außer der Kirche// ist kein Heil,// oder// Von der theologischen Unduldsamkeit// der Katholiken : Bey Gelegenheit der zu Mülheim am Rhein am jüngsten Fronleichnamstage von P. Simplicianus Haan, aus dem Eremiterorden des Heil. Augustins gewöhnlichen Sonntagsprediger, gehaltenen Controverspredigt, unter dem Titel: Kein Protestant kann selig werden
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Man schelte uns immerhin, als geschworn? Feinde des Nächsten , alsunbarmherzige -Verdammet unserer Bruder, als steinharre Nadamanrhen unse-res ganzen Geschlechtes, die sich nur immer mit Verdammungen herumschlagen;

Und

jederzeit die Wahrheit lehren, unterstützen, vertheidigen, und alles verbiethen, wasder Wahrheit zuwider läuft.

2. Die Duldung in Dingen , welche die Glaubens- und Sittenlehre betreffen,kann sich nur auf zween Punkte steifen; nämlich : Auf die Uuwisienheir der Wahr-heit oder aus die Gleichgültigkeit gegen die Wahrheit. Nun aber keiner von diese»beyden Punkten kann bey der katholischen Kirche Statt haben.

Die Wahrheit kann ihr nicht unbekannt seyn; erstens , weil sie vom heilige»Geiste geleitet wird , welcher alle Wahrheit lehret , Joh. XVI : zweyten« , weil ihrgöttlicher Stifter ihr verheißen hat , daß er bis an das Ende der Welt bey ihrbleiben , Matth. XXIX » und ihr Licht, und ihre Stütze seyn wolle : drittens,weil er versprochen hat , daß die Rräfteu der Hölle ste niemals überwältigenwerden; das ist: daß sie von dem Geiste »es Irrthumes niemalen verführet, oderbezwungen werben möge.

Sie kann eben so wenig gleichgültig gegen die Wahrheit seyn : Weil diese Gleich-gültigkeit eine wahre Untreu seyn würde; und dieß kann bey einer K rchr nicht statthaben, die wesentlich heilig ist, wie wir es in allen Glaubensbekenntnissen gestehen:Lreäo iu 8xl,irvm ÜINÄUIN , IsnÄ-im Lcclsüam : weil sie verbunden ist , alles zu leh-ren , was ihr göttliches Oberhaupt ihr geoffe»baret hat, Matth. XXIX : weil sie weis,daß es den Menschen nicht zukömmt, unter den verschiedenen Glaubensartikel» zuwählen, da alle diese Artikel aus eben derselben göttlichen Quelle, und von ebendemselben Ansehen herkommen : weil sie endlich durch den Mund eines ihrer erstenPflanzer uns selbsten lehret , daß ein Mensch , wenn er alle punkte beobachtete,welche uns die Religion lehret, und sich unterdessen nur in einem einzigen ver-fehlte , wegen dieser einzigen Untreue vor den Augen Gottes eben so strafbarwäre , als hätte er alle übrige übertretten. Jak. II.

Die Unduldsamkeit der katholischen Kirche in ihrer Lehre ist dann eine nothwendigeFolge von ihrer Heiligkeit, und von der Gewißheit, die sie hat, daß sie nichts alsdie Wahrheit lehret.

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z. Die Versicherung , die sie hat, daß ihr das Unterpfand der göttlichen Wahrhei-ten ist vertrauet worden, und ihre Pflicht, dieselben aanz rein und unverfälscht zuerhalten, haben ihr allezeit eine unwandelbare Standhaftigkeit eingeflößet, welchenichts hat wankend machen können.

Die Arianor, durch die ganze Macht des Coltstantl'us unterstützet, weigerten sich,das Wort: NAtnreinig, conlubllsmiaiis, anzunehmen , welches zu der Religion we-sentlich ist : die katholische Kirche opferte lieber ganz Morgeulanv auf, als daß siedie Nothwendigkeit dieses Ausdruckes verheclet hätte. Die Griechen wollten etliche