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Elftes Kapitel.
und nach zu umgarnen, es zu ermatten, bis es zu ferneremWiderstand unfähig in seine Netze fiel, so wurde der Kam-mcrherr, wenn cs einmal nöthig war einen kecken Schrittzu thun, leicht plump und täppisch. Darauf baute Herrvon Fernow seinen Plan.
„Es ist eine delikate Sache," sprach er nach längeremNachsinnen, „und für einen Dritten schwer zu rathen. Sindoder waren Sie wenigstens von der Liebe des Mädchenszu Ihnen überzeugt?"
„Ob ich es war!" antwortete der junge Mann. „Wie ^sie mir, so war ich ihr Alles. Sie hatte keinen andernGedanken als für mich und ihr Glück."
„Und das Mädchen lebt bei ihrer Mutter?" —„Leider, leider!" — „Dies Leider! beweist mir, daß ichrichtig vermuthe. Das Mädchen ist schön, die,Mutter eitel:es schmeichelt ihr, wenn sich ein vornehmer Herr, wie siees nennt, um ihre Tochter bewirbt."
„So ist es," seufzte der Photograph.
„Die Mutter protegirt die Geschichte mit dem Gegen-über, — ja die Sache ist nicht ohne Bedeutung."
„O, sie ist sehr schmerzlich. Ich kann es nicht ertra-gen und werde darüber zu Grunde gehen."
„Geduld," antwortete Herr von Fernow mit ermun-terndem Ausdruck, „man geht nicht sogleich zu Grunde,wenn man den Kopf oben und die Augen offen behält.Wir müssen sehen, wie zu helfen ist."
„Wenn es ein guter Augenblick gewesen wäre, daß ichSie hier getroffen!" sagte der Andere im herzlichsten Tone.