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Zehntes Kapitel.
welche Instructionen zu empfangen, sollte ich au jenem ver-hängnißvollcn Abend die bewußte Audienz haben?"
„Die Sie durch Ihren Freund, Herrn von Fernow, ver-eiteln ließen. O, Sie haben das schlau angefangen, be-wundernswürdig fein."
„Aber ich versichere, daß es mir ein wahres Glückwäre, der durchlauchtigen Prinzessin Elise mich und meineDienste unbedingt und unbeschränkt anbietcn zu können."
„Und das sagen Sie mir?" rief der Oberstjägermei-ster, „mir, den Sie in diesem Augenblick fast darüber inVerzweiflung sehen, daß ich mich, verzeihen Sie mir denAusdruck, der Priuzessin mit Leib und Seele übergebenhabe?" Er war bei diesen Worten in die Höhe gesprungenund griff mit seinen Fingern zwischen die Halsbinde, wieJemand, dem es zn warm wird.
Obgleich sich der Kammerherr bemühte, ein recht ge-scheidtes Gesicht zu machen, so mußte er sich doch gestehen,daß es der Situation angemessener gewesen wäre, rechtdumm auszusehen; denn er verstand durchaus nichts vonden Verlegenheiten des Oberstjägermeisters, wenn sich auchunzählige Vermuthungen in seinem Kopfe kreuzten.
Seine Exccllenz hatte sich wie ermattet in den Fautenilzurückgelehnt: sie faltete ihre Finger zusammen und ließ dieDaumen beider Hände um einander hcrumspazicrcn. „Da ichfest auf Sie vertraue," sagte Rigoll nach einer Pause, „undda ich eine Hülfe vielleicht nothwendig brauche, so will ich