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1 (1857)
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182
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Neuntes Kapitel.

es mir übel/' seufzte der junge Mann. „Doch wie dasSchicksal will!"

„Das Schicksal will dir wohl, davon bin ich über-zeugt," sagte eifrig die Mutter. „Der kleine Herr mit denlebhaften Bewegungen und den freundlichen Mienen wirddich empfehlen, wo er kann. Auch der Andere vielleicht,doch waren seine Worte so feierlich und abgemessen. Er 'schien sich so um nichts anzunehmen. Daß aber Beidevornehme und reiche Herren sind, darauf kannst du dichverlassen. — Du hast noch gar nicht einmal gesehen, wasman dir für das Portrait Nosa's zurückgelassen. Da sieh,zehn Thalcr."

Der junge Mann erschrak fast, als ihm die Mutterdie Banknote hinhielt. Es war ihm schmerzlich, ja es be-rührte ihn fast unheimlich, daß er ihr Bild verkauft habensolle. Daran hatte er nicht gedacht; er war der Ansichtgewesen, der Fremde habe es umsonst von ihm angenom-men, er werde es wahrscheinlich sogar zurückschicken. Erschob die Zehnthalernote von sich, worauf die alte Frau siein ihrem Schrank verschloß.

„So werde ich denn einen Augenblick zu Rosa hin-untergehen ," sprach der Photograph nach einem Stillschwei-gen, während dessen er in tiefen Gedanken zum Fensterhinausgeschaut hatte. Er wandte sich gegen die Thür, bliebaber auf der Schwelle stehen.