Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
139
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Ein photographisches Atelier.

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Haus mit einer trotzigen unverschämten Breite und Höhenahm der armen Gasse einen guten Theil der so nothwen-digcn Lebensbedingungcn: Luft, Licht und Sonne. Dahermochte es denn auch wohl kommen, daß sich die alten Häu-ser mit ihren hohen Giebeln kummervoll vorwärts geneigthatten, als wollten sie so viel wie möglich in die Straßehineinragen, um an dem bischen Sonnenlicht, das in ge-wissen Stunden fast wie spottend an den grauen Mauerndahinfuhr, nach besten Kräften Theil zu nehmen.

Wollten wir den verschiedenen Wohnungen in dieserGasse einen Besuch machen, so würden wir so viel Stofffinden, daß die Bearbeitung desselben am Ende langweiligwerden könnte; auch würde es sich nicht mit dem Titelunserer wahrhaftigen Geschichte vereinigen lassen, in denmeisten dieser Häuser zu verweilen; denn da würden wirvon Augenblicken des Glücks sehr wenig erfahren, wohl abervon Stunden, langen Jahren, ja ganzen Menschenalterndes Unglücks.

Eines dieser alten Häuser aber, das größte in seinerArt, das stattlichste gehört in den Bereich dieser Geschichte,und muß sich der geneigte Leser schon unserer Leitung an-vertrauen, um mit uns fünf der ziemlich dunkeln, holperi-gen und ächzenden Treppen hinaufzuklettcrn. Warum wirgerade im obern Stockwerk anfangen, wollen wir nicht ver-schweigen. Wir befinden uns hier oben im untern Theildes Dachgiebels, der nach Norden zeigt, haben, was den