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Siebentes Kapitc.
Oberstjägcrmeister warf einen Blick auf dieselbe- und schienüberrascht, fast erschreckt. Er erhob sich augenblicklich vonseinem Stuhle und fragte; „Wo ist der Fremde?" —„Er wartet draußen im Vorzimmer," antwortete der Be-diente.
Seine Excellenz reichte dem Kammerherrn die Kartemit einem vielsagenden Blicke über den Tisch und sprach:„Sie werden mir erlauben, daß ich den Herrn bei Ihnenempfange. Ein genauer Bekannter von mir, Graf Hohen-berg," fügte er gegen den Offizier gewendet hinzu. Nachdiesen Worten war er hinausgecilt und kehrte gleich daraufmit dem Angemeldeten zurück, worauf die gewöhnliche Vor-stellung stattfand.
Der Angckommene war ein Mann vielleicht an denVierzigen, mit einem klugen, aber etwas verlebten Gesicht.Seine Figur war schlank und elegant; er trug einen mili-tairischen Schnurrbart, und seine Haltung erschien entschlos-sen und aufrecht. Er grüßte ungezwungen, bat um Ent-schuldigung, daß er die Herren störe und setzte hinzu, erbedaure das um so mehr, da er sich nur erlaubt habe, dieWohnung des Baron Wenden aufzusuchcn, um den Oberst-jägermeister von hier zu entführen.
Baron Rigoll, der gewöhnlich keine großen Umständemachte, hielt sich dem Fremden gegenüber außerordentlichverbindlich^ fast ehrerbietig. Auch er entschuldigte sich flüch-tig und entfernte sich alsdann mit dem Grafen.