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Sechstes Kapitel.
mir nichts dir nichts in Hast zu nehmen. — VerfluchterAuftrag! — Und so grausam des armen Wenden Theorievom Augenblick des Glücks und Unglücks zur Wahrheit zumachen!
Herr von Fernow befand sich unter diesen Gedankenund unter dem Eindruck der Situation in einer großemAufregung als er selbst wußte. Zuweilen seufzte er tief aufund fühlte dann wohl, wie sein Herz lauter und schnellerals gewöhnlich schlug. Jetzt drückte ihn seine Schärpe, jetztgcnirte ihn der Helm, jetzt machte er ein paar schnellereSchritte, um gleich darauf horchend stehen zu bleiben.
Die Schloßuhr schlug drei Viertel auf Neun.
Halt! jetzt hörte er etwas. Ja, er täuschte sich nicht!es waren Schritte, die sich näherten, — er lauschte auf-merksamer. Aber diese Schritte klangen nicht von da, wo-her er den Baron erwartete, sondern sie schienen vom Speise-saal zu kommen. Vielleicht Jemand, dachte er, der drübennoch zu thun hatte, und sich nun nach Hause oder in seinZimmer begibt. Treten wir einen Augenblick in die Fen-sternische hinter den Vorhang! — Ehe aber der junge Offi-zier dies ausführte, blickte er zuerst scharf nach der Thürdes Spcisesaals, um sich zu vergewissern, wer von dorthererscheine. Jetzt öffnete sich ein Flügel der Thür langsam,es erschien ein Lakai, der ein Licht trug, und hinter ihmeine Dame, die in den großen Saal trat.
„Jetzt danke ich Ihnen," sagte diese, und obgleich sie