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1 (1857)
Entstehung
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Drittes Kapitel.

viele Damen, dem Bouquet genähert, und wenn jemand sichetwas auffallend tief darauf hin beugte, so schlug demKammerherrn das Herz schneller, meistens aber alsdann mitdem Gefühl des Unmuthes; denn es waren bis jetzt lauterunbedeutende Leute gewesen, welche den geheimuißvollenBlumenstrauß bewundert. Einmal freilich war der Regent,der nahe an dem Tischchen stand, mit der Hand über dieBlumen hinweg gefahren, als wolle er sich etwas von ihremsüßen Dufte zufächeln; der Regent, nein, der hattenichts mit dem Papierstreifcn zu thun; sein Gesicht war indiesem Augenblicke so ruhig wie immer und er ging ohnealle Bewegung von dem Tische hinweg nach der Fensternische,um da ein paar Worte mit einigen älteren Herren zu sprechen.

Die Prinzessin warf einen Blick aus die Uhr über demKamin und sagte zum Oberstjägermeister, der eben im Be-griff war, sich ehrerbietig zurückzuziehen:

Gleich Sechs, wenn ich nicht irre. O, es ist mirangenehm, daß es zum Diner geht; ich habe von unsermAusfluge einen ganz tüchtigen Appetit mitgebracht."

Ehe aber Baron Rigoll im Stande war, hierauf etwaszu erwidern, was übrigens die Prinzessin auch gar nichtzu erwarten schien, warf sie den Kopf auf die andere Seiteund sagte , zu Fräulein von Ripperda:

Sehen Sie, Helene, dort das wunderbare Bouquetauf dem kleinen Tischchen? Wirklich allerliebst arrangirt.Wunderschöne Blumen!"