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Zweites Kapitel.

ernste Wendung genommen. Laß mich lieber noch einiges Horenvon deinen Ansichten über das Glück, das ist amüsanter undman lernt vielleicht etwas dabei."

Während Beide so dahinschritten, kamen sie an einemkleinen Tischchen vorbei, das mitten im Zimmer stand und auswelchem sich in einer reichen Vase ein überaus prachtvolles Bou-guet von frischen, lebenden Blumen zeigte. So oft sie bei demTischchen vorüberkamen, neigte sich Herr von Feruow darüberhin, um etwas von dom köstlichen Dufte einzuathmcn.

Was hilft es mir, wenn ich dir auch meine Theorienvom Augenblicke des Glücks wiederhole? Du bist ein Ungläu-biger, dem in diesem Punkte nicht zu helfen ist."

Möchte mich aber gar zu gern belehren lasten", entgcg-ncte Herr von Fcrnow lachend;ich versichere dich, Eduard,dtt hast einen mächtigen Drang in mir erweckt, das umherschwc-bende Glück zu erhaschen. Ich werde jetzt rastlos um michschauen und selbst im allergcwöhnlichsten Gedränge meine zehnFinger immer zum unverhofften Händedruck parat halten, ichwerde den Worten alter Staasräthe und noch älterer Hofdamenlauschen, ich werde Gräfinnen aus dem vorigen Jahrhundertzum Tanz auffordcrn, ich werde-"

Du wirst über mich spotten," sagte der Kammerherr mitseinein unvergleichlichen Lächeln,und doch habe ich Recht.Thue, wie du gesagt; ein würdiger Staatsrath, dem du vielleichtdurch deine liebenswürdig? Unterhaltung eine Viertelstunde tödt-licher Langeweile verjagst, kann dich als einen der gebildetsten