24
Zweites Kapitel.
Massen funkelnden Silbers und glänzenden Krystallbattcrien,aus den schneeweißen Damast gestellt, einen wahrhaft reichen underfreulichen Anblick dar.
Herr von Wenden war zu dem Ordonnanzoffizier getretenund sagte ihm: „Mir ist das Durcheinanderlaufen der Diener-schaft, überhaupt die Zurüstung zur Tafel unangenehm; und dadu, theuerstcr junger Mann, auch Cavallerieoffizicr, die Bergevonl Nebensaalc aus ebenso gut betrachten kannst, so las; unsdorthin, inein Geliebter, ziehn. Es ist da in der That be-haglicher, und auch unser Platz, wenn sich später der Hofversammelt."
„Ich weiß wohl," cntgegnete lächelnd der Ordonnanz-offizier, „weßhalb dir um den Saal da nebenan zu thun ist; duwillst mir wahrscheinlich deine Theorie vom Augenblicke desGlücks noch näher entwickeln. Wenn ich nicht irre, so wurdenwir am dritten Punkt unterbrochen."
Der Kammerhcrr zog scheinbar ernsthaft seine Augenbrauenin die Höhe, spitzte den Mund und erwiederte:
„Du bist in der That ein undankbares Geschöpf; sei dochempfänglich für gute Lehren. Dank' es mir, wenn ich dir dieAugen öffne."
„Damit ich mich, wenn ich deinem Rathe folge, wie eineWetterfahne bald rechts, bald links drehe, bald hierher, balddorthin greife, um das Glück zu erhaschen?" sagte Herr vonFernow; „aber meinetwegen komm', du hast Recht, wir befindenuns da nebenan viel behaglicher,"