Mark.
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Pflanze sowohl, als auch einem jeden einzelnen Tlieile der-selben seine bestimmte Gestalt geben, und welche Stoffe beiden Pflanzen dieselben Verrichtungen vollziehen, wie dieKnochen und die Haut bei den Thieren; sie dienen aberdabei auch als Wände für die Art von Gefäfsen, welchedie in den Pflanzen enthaltenen Flüssigkeiten führen, vonwelchen Gefäfsen unsere Kenntnisse bis jetzt, aller Be-mühungen ungeachtet, sehr unvollständig sind.
Im Alleemeinen kann das Pflanzenskelett als aus den
D
drei Geweben: Mark, Holz und Binde, bestehend betrach-tet werden. Dafs diese bei sehr vielen Pflanzen unter sichanalog seien, ist gewifs höchst wahrscheinlich, aber aufder anderen Seite sind sie bei demselben Individuum inseinen ungleichen Theilen verschieden, welche Verschie-denheiten aber noch nicht der Gegenstand von Untersu-chungen oder Vergleichungen gewesen sind. Was ichhierüber zu sagen habe, ist also sehr wenig und unvoll-ständig.
A. Mar k.
In der Axe einer jeden Pflanze, eines jeden Bau-mes oder Astes läuft ein eigenes Gewebe, das Mark ge-nannt. Es ist bisweilen von sehr geringem Durchmesser,bisweilen aber macht es einen grofsen Theil vom Diame-ter des Durchschnittes aus, wie z. B. beim Hollunder undder Sonnenblume. Es ist bei diesen weifs, locker, etwaselastisch, leicht und voller Zellen, so dafs es sich zu einemsehr geringen Theil seines ersten Volums zusammendrük-ken läfst. Gewöhnlich schwimmt es auf Alkohol. Johngiebt an, dafs es bei der Destillation Ammoniak gebe,Link dagegen erhielt kein Ammoniak daraus. In derLichtflamme entzündet es sich und brennt mit Flamme,aber herausgenommen glimmt es blofs und verlischt bald.Schwefelsäure schwärzt dasselbe und löst es auf; mit Was-ser giebt die Auflösung einen schwarzen Niederschlag.Von Salpetersäure wird es zersetzt, aufgelöst und in Oxal-säure, ohne Spuren von Korksäure, umgewandelt. Kau-stisches und kohlensaures Alkali lösen dasselbe nicht auf.