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3,1 (1827)
Entstehung
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600 Skelett der Pflanzen.

andere Extractivstoff bleibt in der Flüssigkeit zurück,nachdem das Strychnin durch Talkerde, und der vorher-gehende durch Kohlenpulver ausgefällt worden sind. Erhat noch nicht vollkommen rein erhalten werden können.Seine Auflösung ist gelb; abgedampft, hinterläfst sie einegelbe, extractartige Substanz, auflöslich sowohl in Alko-hol, als in Wasser. Aus seiner Auflösung wird er wederdurch essigsaures Bleioxyd, noch durch Digestion mit thie-rischer Kohle gefällt. Mit Salpetersäure wird er roth,und bei Zusatz von schweflichter Säure oder von Zinnchlorür verschwindet die rothe Farbe wieder. Diese Sub-stanz ist es, welche dem aus Krähenaugen oder aus Igna-tiusbohnen bereiteten Strychnin die Eigenschaft ertheilt,durch Salpetersäure roth zu werden (p. 262.), und dieser Ex-tractivstoff kommt folglich auch in diesen Strychnosartenvor. Dafs man das Strychnin aus dem Upas leichter als ausden letztgenannten rein bekommt, beruht darauf, dafs dergrünwerdende Stoff zum Strychnin gröfsere "Verwandtschafthat und sich damit niederschlägt, während der rothwer-dende in der Flüssigkeit bleibt. Ersterer kann, wenn mandas Strychnin dann mit einer Säure sättigt, vermittelstKohle weggenommen werden, was mit letzterem nicht aus-führbar ist.

Das Upasgift bringt alle Wirkungen hervor, welcheden Strychninsalzen eigenthümlich sind. Seine beidenextractiven Stoffe haben keinen Theil daran und sindganz unschädlich. Die Eingebornen auf Borneo und denbenachbarten Inseln vergiften ihre Pfeil-Spitzen damit,die gewöhnlich aus spitzen Knochenstücken bestehen, in-dem sie dieselben mit einer concentrirten Auflösung vonUpas überstreichen. Die geringste Verwundung damittödtet mit den Symptomen des Starrkrampfes oft inner-halb | oder § Stunde.

Skelett der Pflanzen.

Unter Skelett der Pflanzen verstehe ich die Verwebungvon festen und in den meisten Auflösungsmitteln vollkom-men unauflöslichen Stoffen, welche einer jeden ganzen