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3,1 (1827)
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Pflanzensäuren.

chemische Ordnung zu befolgen, welche für die Aufstel-lung der unorganischen Natur vielleicht das einzige rich-tige Prinzip ist, wiewohl sie weniger leicht auf die or-ganische anwendbar ist, will ich die Pflanzenstoffe indrei Hauptklassen eintheilen: saure, basische und in-differente.

Unter der ersten Klasse, oder den sauren, versteheich solche, welche auf blaue Pflanzenfarben sauer reagi-ren, mehr oder weniger deutlich sauer schmecken, undmit Salzbasen unorganischen Ursprungs neutrale Salze bil-den , also mit einem ort Pflanzensäuren.

Die zweite Klasse, oder die basischen Pflanzen-stoffe, umfaßt die sogenannten Pflanzenalkalien, oder rich-tiger, die vegetabilischen Salzbasen, welche erst seit 1816entdeckt wurden, und wovon wir also wahrscheinlich nurerst eine sehr geringe Anzahl kennen, im Vergleich mitallen, welche existiren, und die mit der Zeit wahrschein-lich entdeckt werden.

Die dritte Klasse, oder die indifferenten, ist diegrößte. Sie begreift alle solche Stoffe, welche nicht deut-lich sauer oder basisch sind. Es fehlt ihnen dessen un-geachtet nicht die Verwandtschaft zu stärkeren Säuren undBasen, sie heben aber nicht durch die Vereinigung mitdiesen ihre Eigenschaften als Säure oder als Salzbasis auf.Zu dieser Klasse gehören Zucker, Gummi, Stärke, Oele,Indigo u. s. w.

1. Klasse. Pflanzensäuren.

Mehrere Pflanzensäuren sind dem größeren Theileder Pflanzen gemein, z. B. Essigsäure, Aepfelsäure, Ci-tronsäure u. a. Diese zeichnen sich im Allgemeinen da-durch aus, daß sie starke Säuren, mit einer großen Sät-tigungscap acität, sind. Andere dagegen gehören nur ge-wissen Pflanzengeschlechtem an, z. B. die Chinasäure.Freie Pflanzensäuren finden sich meist in Früchten unddem gröberen zelligen Gewebe, welches ihr Fleisch aus-macht, und bisweilen in Pfianzenblättern, die dann von