Pflanzensäuren.
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solcher Natur sind; dafs sie jährlich abfallen. Man findetsie dagegen niemals in Saamen, in Wurzeln oder in herz-blattlosen Pflanzen. Mit Kalk oder Kali gesättigt; fin-det man sie in den Pflanzensäften in allen Theilen derPflanzen.
Die Anzahl dieser Säuren ist sehr grofs. Wir ken-nen schon mehr als 20 davon; und fast jede gut ausge-i'iihrte Analyse eines zuvor nicht bekannten Pflanzenstof-fes macht uns mit heuen bekannt. Es ist einleuchtend;dafs in dem Grade; als die Anzahl derselben zunimmt;das Interesse der ausführlichen Kenntnifs einer jeden ein-zelnen Säure in chemischer Hinsicht vermindert wird; unddafs; wenn auch alle die Säuren; welche jetzt hinsicht-lich ihrer Eigenschaften mehr oder weniger gut unter-sucht sind; vollständig gekannt wären; eine so ausführ-liche Beschreibung derselben; wie von den unorganischenSäuren, für den Leser doch nicht von Interesse sein würde.Die allgemeinen Pflanzensäuren dagegen interessiren ebenso sehr, wie die unorganischen; sie werden, wie diese,bei chemischen Versuchen als Reagentien angewendet, undihre Salze sind oft von einer bedeutenden technischenoder medicinischen Anwendbarkeit. Ich habe dieselbendaher schon früher abgehandelt. Sie sind: Essigsäure,Oxalsäure, Weinsäure, Citronsäure, Aepfelsäure, Gall-äpfelsäure, Benzoesäure. Ich werde mich also hier aufdie Beschreibung der weniger allgemeinen Säuren be-schränken. Diejenigen Säuren dagegen, welche sich nichtfertig gebildet in der Natur vorfinden, sondern durch Ein-wirkung chemischer Reagentien aus Pflanzenstoffen erzeugtwerden, wie die Talgsäure, Oelsäure, Margarinsäure, Kam-phersäure, Korksäure u. a., werde ich bei den Substan-zen abhandeln, woraus sie entstehen.
Chinasäure. (Acidum Tdnicum.)
Diese Säure wurde von Vauquelin entdeckt. Manglaubte gefunden zu haben, dafs ein aus der Chinarindevon Deschamps zu Lyon bereitetes Salz die Jleberver-