Druckschrift 
3,1 (1827)
Entstehung
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214
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214 Nähere Bestandtheile der Pflanzen.

denjenigen Pflanzen, welche vor Annäherung des Herb-stes reife Saamen gegeben haben, stirbt der ganze saa-mengebende Stengel ab und trocknet aus, indem die Saa-men reif wurden, und das Saamentragen ist dabei so be-stimmt die Ursache der Vertrocknung des Stengels, dafsPflanzen mit jährlicher Wurzel (d. h. welche jährlich aus-gehen) mehrere Jahre lang am Leben erhalten werdenkönnen, wenn man immer den Stengel abschneidet, eheer in Bliithe geht, worauf die Wurzel nach und nacheinen neuen treibt. Man hat sogar hiervon in der Land-wirthschaft Vortheil gezogen, indem man z. B. Winter-Boggen so früh säet, dafs er noch vor dem Herbste einefette Grasmasse giebt, die man abmähet, tun sie als Fut-ter zu benutzen, und das nachher Aufwachsende im näch-sten Jahre in Saamen gehen läfst. Was das Alter dervieljährigen Pflanzen betrifft, so weifs man nichts mit Si-cherheit darüber. Bei den Sträuchern sterben alte Wur-zeln und Stämme, während aus ihnen ausgeschossene neueWurzeln und Stämme zu leben fortfahren. Hohe Bäumesterben selten an Alter; sieht man einen vertrocknetenBaum, so ist er gewöhnlich in Folge von Zufälligkeitenausgegangen. Die Bäume nehmen beständig an Dicke zu,aber bei einem gewissen Alter stirbt und fault der Kern,und diels nimmt beständig zu, bis dafs zuletzt nur daszunächst der Rinde sitzende Holz frisch ist, wo dann derBaum gewöhnlich durch Stürme abgebrochen und umge-worfen wird, und ausgeht.

Nähere Bestandtheile der Pflanzen.

Die Anzahl der einzelnen, in dem Pflanzenreich ge-bildeten Stoffe ist sehr grofs; der gröfste Theil davon istvielleicht noch unbekannt. Die im Thierreiche erzeugtenStoffe sind dagegen bei weitem nicht so mannigfaltig.Gewisse Stoffe sind allen Pflanzen gemeinschaftlich, undscheinen das Material zu sein, woraus die anderen nach-her bereitet werden sollen. Solche sind Zucker, Gummi,