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Bewegung und Tod der Pflanzen.
diefs zu einem Blumen-Horologimn angewendet *). Esscheint wenigstens ein Tlieil dieser Bewegungen eine Wir-kung der Luft-Feuchtigkeit am Abend zu sein, wobei dieAbdunstung von der Oberfläche der Pflanze aufhört unddie Tlteile mehr mit Saft erfüllt werden; und sie treffendaher auf gleiche Weise bei Regen ein, so clafs man dasVerhalten verschiedener Pflanzen als Weiter-Prophezeiungbenutzt. — Pflanzen, welche in wenig erhellten Räumenstehen, wenden sich immer nach der Oeffnung, durchwelche das Licht eindringt, was man davon abgeleitethat, dafs das wärmeerregende Vermögen des Lichts dieFasern auf dieser Seite durch eine stärkere Abdunstungverkürzt; eine Erklärung, die wold nicht richtig seinmöchte, da sonst in nördlichen Cliinaten alle Pflanzennach Süden gebogen sein müfsten; dagegen sieht man,dafs bei einzeln stehenden Bäumen die Entwickelung derAeste in der Krone auf der südlichen Seite üppiger ist,als auf der nördlichen. Verschiedene Pflanzen sind mitschraubenförmig gewundenen Fäden, fcirrhusJ verse-hen, womit sie naltestehende Gegenstände umfassen undsich daran festlialten. Man hat diese Windungen] eben-falls der Wirkung des Lichts zugeschrieben, wiewohl dielshier weniger leicht einzusehen ist.
Die grünen Theile der Pflanzen sterben jährlich ab,was in den geniäfsigten und kalten Zonen bei Annähe-rung des Winters eintrifft. Das durch den Frost erstarrteWasser zerreifst. durch die Ausdehnung des Eises die or-ganischen Gebilde, welche beim nachherigen Schmelzendes Eises zu einer weichen Masse herunter fallen, wel-che bald die Farbe verändert und zerstört zu werdenanfängt.
Die Bäume lassen ihre Blätter fallen, welche sich ge-rade an der Vereinigung des Blattstieles mit den Zwei-gen von denselben ablösen, und verändern bisweilen zu-vor ihre Farbe in Gelb, Rothgelb oder Roth. Bei allen
* ) Yergl. JJoffbe r g's inledning tili vextrikets lannedom (Ein-leitung zur Kenntnifs des Pflanzenreichs) 3 Uppl. p. 4’L