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Absorbtion ans dem Humus.
freier Luft das Kohlensäuregas von den Pflanzen unzer-setzt bleibe, so wie Wassergas in einer kohlensäurefreienLuft; aber eine wasserfreie Luft um eine lebende Pflanzeist eine Unmöglichkeit. — Das letztere dagegen, dafs dasWasser gänzlich in Verbindung mit dem Kohlenstoff ter-näre Verbindungen bilde, ist offenbar unrichtig, weil derkleinste Theil der Pflanzenstoffe Wasserstoff und Sauer-stoff in gleichem Verhältnifs wie im Wasser enthält; inden meisten ist der Wasserstoff im Ueberschufs, und insehr wenigen überwiegt das Verhältnifs des Sauerstoffsdas des Wasserstoffs.
Auf gleiche Weise wissen wir nicht, woher der Stick-stoffgehalt in den Pflanzen kommt; man hat nicht findenkönnen, dafs sie ihn aus der Luft aufnehmen; es bleibtdaher für diese Bestandtheile nur übrig, dafs sie die Pflan-zen aus dem mit der Erde vermischten Moder (Humus)erhalten, welcher die Ueberreste anderer zerstörter orga-nischer Stoffe ausmacht. Man glaubte lange, das blofseWasser sei das Nahrungsmittel der Pflanzen, weil Saa-men und Zwiebeln ohne andere flüssige Nahrung als Was-ser wachsen und Blüthen treiben können. Man findetwirklich, dafs die Pflanze bis zum Blühen kommt, so wieaber die Geschlechts-Verrichtungen beginnen, verwelktsie, ohne Saamen bilden zu können. Als man den Saa-men und die Zwiebeln, von denen solche Pflanzen aus-geschlagen waren, wog, fand man, dafs die feste Masseder ausgebildeten Pflanze nach dem Trocknen wenigerwog, als die trocknen Saamen oder Zwiebeln, von de-nen sie ausgeschlagen war, so dafs das Wachsthum eigent-lich auf einer Umsetzung der Bestandtheile der Saamenund Zwiebeln, neben dem aus der Luft aufgenommenenZuschufs von Kohlenstoff und Sauerstoff, beruht hat. ImZusammenhang hiermit steht auch im Allgemeinen die Er-fahrung der Landwirthe, dafs auf Ackererde gezogenePflanzen, wenn sie abgenommen werden, ehe sie in Saa-men oder Frucht gehen, die Erde nicht ausmagern, dafssie aber einen guten Theil der durch’s Düngen gewon-nenen Fruchtbarkeit der Erde wegnehmen, wenn sie in
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