Druckschrift 
3,1 (1827)
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Wirkung der Früchte auf die Luft.

abzuleiten, welche sich in unreifen Früchten bildet. Be-rard fand, clafs diese Veränderung der Luft auch mitabgepflückten Früchten, die durch Liegen reifen, statt fin-det. Wird eine abgepflückte, noch nicht ganz reife Fruchtin den luftleeren Raum eingeschlossen, so reift sie nicht,selbst nicht in einer Zeit von einigen Monaten, sobald sieaber herausgenommen wird, wirkt sie auf die Luft einund reift. Dasselbe geschieht in Luft, welche keinen Sauer-stoff enthält, eben so gut, wie im luftleeren Raum, sodafs Ausschlufs des Sauerstoffs hier die Hauptsache ist.Berard hat gezeigt, dafs Früchte wenigstens 2 bis 3 Mo-nate lang in einem Glasgefäfse aufbewahrt werden kön-nen, auf dessen Boden man ein feuchtes, zusammengerie-benes Gemenge von Kalkhyclrat und schwefelsaurem Ei-senoxydul gelegt hat, das so bedeckt ist, dafs es die Fruchtnicht berührt, worauf man das Gefäfs verschlossen hat.Das von der Kalkercle abgeschiedene Eisenoxydul hatbald allen Sauerstoff absorbirt, und die Veränderung derFrüchte wird unterbrochen, Pfirsiche, Pflaumen, Aprico-sen, Kirschen können einen, aber Aepfel und Birnen dreiMonate lang aufbewahrt werden. Nach dieser Zeit wer-den sie sauer und bekommen einen unangenehmen Ge-schmack. Früchte, welche in der Luft anfangen zu fau-len, fahren fort sie auf gleiche Weise zu verändern wiezuvor; aber zuletzt hauchen sie Kohlensäuregas vom eige-nen Kohlenstoff und Sauerstoff aus, und vergröfsern danndas Volum der Luft. — Die Früchte bestehen gewöhn-lich aus einem zelligen Gewebe, welches, mit Ausnahmeder Kerne, nur 2 bis 4 Procent vom Gewicht der Masseausmacht, und in welchem ein Saft eingeschlossen ist, dereine Auflösung von Gummi, Zucker, Aepfelsäure und Ei-weifs ist. Wenn die Frucht reift, nachdem sie vom Baumeabgenommen ist, so vermindert sich das zellige Gewebe,es nimmt die Menge des Gummi’s und Zuckers zu, esdunstet Wasser ab, und der Saft concentrirt sich. Reiftdie Frucht am Baume, so geschieht dieselbe Veränderung,aber unter Zuflufs von neuem Saft, der auf Kosten derLuft verändert wird; dadurch gewinnt die Frucht amIII. 14