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3,1 (1827)
Entstehung
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Die Wurzel geht nach unten,

zenfarben ausüben, die in wenigen Augenblicken mit einergewissen höheren Temperatur, welcher man den gefärb-ten Körper aussetzt, nachgeahmt werden kann. Wärme,bis zu einem gewissen Grade, befördert sonst das Keimen,so wie sie alle Lebensprozesse beschleunigt. DieselbenSaamen keimen bedeutend schneller in warmen Klimaten,oder in einer künstlich erwärmten Erde, als in kälterenKlimaten und ohne fremde Erwärmung.

Die in den Colyledonen bereiteten Nahrungsmittelwerden von der Radicula aulgenommen, von der kleineGefäfse ausgehen und sich in jenen verlieren. Dagegenaber findet sich keine Gemeinschaft zwischen jenen undder Plumula, welche folglich von der ersten Lebenspe-riode an alle ihre Nahrung durch die Wurzel aufnimmt.

Bei dieser Ausbildung der Pflanze verdient ein Um-stand alle Aufmerksamkeit, dafs sich nämlich die Wurzelimmer nach unten, und die Plumula nach oben entwickelt.Obgleich diefs wohl ebenfalls, wie alle andere Erschei-nungen des Lebens, auf den eigenen Wirkungen der Le-benskraft beruht, so suchte man doch ausfindig zu machen,durch welchen Umstand diefs hauptsächlich bedingt werde;denn bestünde diese Erscheinung blofs darin, dafs diePflanze und die Wurzel nach entgegengesetzten Richtun-gen gingen, so miifste die Ursache nur in der Organisa-tion der Pflanze gesucht werden; da sie aber dabei ihreWurzel mehr oder weniger gerade nach dem Mittelpunkteder Erde, und ihren Stamm nach der entgegengesetztenSeite führt, so hat attch ohne Zweifel der Einflufs allge-meiner Kräfte Theil daran. Man sah, dafs z. B. ein Baum,welcher auf der obersten Fläche einer alten Mauer auf-gewachsen war, hier bald nicht mehr Nahrungsstoff genugfand, und eine Wurzel nach und~nach gerade von obenherunter sandte. Während dessen blieb der Baum imWachsen stehen, die Wurzel nahm an Länge und Dickezu, bis sie nach Verlauf von mehreren Jahren zur Erdegelangte, sich darin verästelte, und dem Baume neue Nah-rung und Irischen Zuwachs gab. Um auszumitteln, obdie Gravitation an diesen Erscheinungen Theil habe, ver-