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3,1 (1827)
Entstehung
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Chemische Verwandtschaft.

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sowohl bei verschiedenen Proportionen der-selben Körper, als bei mehreren verschiedenenKörpern unter sich.

1. Wenn sich der Körper A mit dem Körper B inmehreren Verhältnissen, z. B. A-J-B, A-J-2B, u. s. w.verbinden kann, so geschieht es gewöhnlich, dafs inA-)-2B das eine B von A mit stärkerer Kraft als dasandere gebunden gehalten wird, wodurch ein B vonA-(-2B durch eine Kraft, die das andere B nicht weg-zunehmen vermag, abgeschieden werden kann. Biswei-len, obgleich seltener, geschieht es, dafs A mit stärkererVerwandtschaft 2B als zurückhalten kann, so dafsA-|-B mit Leichtigkeit zersetzt wird, wenn hingegenA-j- einer weit grölseren zersetzenden Kraft wider-steht.

Beispiel: Das Eisen verbindet sich mit Sauerstoff in

zwei Verhältnissen, zum Oxydul und zum Oxyd; mehrereandere Metalle reduciren das Eisenoxyd zu Oxydul undnehmen die Menge Sauerstoff auf, welche letzteres zumOxyd machte, ohne dafs sie jedoch das Oxydul zum Me-tall reduciren können. Das Eisen hält folglich den Sauer-stoff im Oxydul mit einer stärkeren Kraft zurück, als denSauerstoff, der hinzukömmt und das Oxydul in Oxyd ver-wandelt. Im Quecksilberoxydul hält das Metall denSauerstoff mit einer so schwachen Affinität, dafs das Oxy-dul sowohl im Tageslicht, als auch bei dem Erwärmenoder bei dem Reiben in der Hand, zu metallischem Queck-silber reducirt wird, da im Gegentheil die doppelte MengeSauerstoff, welche das Metall im Oxyd aufnimmt, zu ihrerAbscheidung Glühhitze fordert. Es ist sehr schwer, dasZinnoxyd auf gewöhnliche Art zu Metall zu reduciren,aber das Oxydul wird sehr leicht wieder hergestellt.

2. Wenn zwei Körper, A und B, zu einem dritten,C, eine Verwandtschaft von ungleicher Stärke besitzenund der Unterschied in ihrer Verwandtschaft so beschaf-fen ist, dafs A gerade eine doppelt so grofse Verwandt-schaft hat als B, so entsteht (unter Voraussetzung einergleichförmigen Berührung zwischen allen dreien, und dafs