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Chemische Verwandtschaft.
Wenn wir uns z. B. vorstellen, dafs sich Baryurn,Schwefel und Sauerstoff nach und nach treffen, so ver-binden sie sich mit einander, bis sie endlich in dem Ver-hältnisse zusammengekommen sind, dafs sie schwefelsaureBaryterde bilden, worauf die Vereinigungs-Verwandtschaftdarin zur Ruhe gebracht und der Körper indifferent ge-worden ist. Die Aeufserung der Vereinigungs-Verwandt-schaft geht also darauf hinaus, nach einer kürzeren oderlängeren Thätigkeit in Ruhe zu kommen. Stellen wiruns die einfachen Körper als auf eine Stelle zusammen-gebracht, und alle im Stande, ihre Verwandtschaftskraftzu äufsern, vor, so würden diese anfangen, sich mit ein-ander zu verbinden, und die Masse käme in eine, kürzereoder längere Zeit, fortdauernde Thätigkeit, die sich nach-her mit einer ewigen Ruhe schliefsen würde, welche vonkeiner Kraft gestört oder aufgehoben werden könnte. DieMasse würde jetzt durch die Cohäsionskraft ein mechani-sches Aggregat indifferenter Körper sein. Von dieser Be-schaffenheit ist jedoch nicht die schöne Natur, welcheuns umgiebt. Auf der kleinen Stelle des Universums, diewir bewohnen, wird eine organische Natur durch einenbeständigen Wechsel in der unorganischen erhalten, undwir haben gegründete Veranlassung, einen ähnlichen Gangder Dinge in dem übrigen Theil des unermefslichen Gan-zen zu vermuthen.
Die Umstände, welche die Ruhe der verbundenenElemente unaufhörlich stören oder aufheben, sind: derLichtstoff, der Wärmestoff und die Elektricität, in Zusam-menhang mit den verschiedenen Stufen der Vereinigungs-V erwandtschaft.
In dem Folgenden werden wir erfahren, welchenTheil die Elektricität an allen Aeufserungen chemischerVerwandtschaft zu haben scheint; aber hier setzen wiralle Muthmafsungen über die inneren Ursachen bei Seiteund bleiben nur bei der Betrachtung der Erscheinungen,die hervorgebracht werden, stehen.
Die Vereinigungs-Verwandtschaft zwischeneinfachen Körpern besitzt verschiedene Grade,