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2 (1857)
Entstehung
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Augenblicke des Glücks.

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lässig, er hält die Zügel fest und stramm, wartet er dochnicht einmal, bis der Lakai ruft: Nach dem Schlosse! son-dern kaum hört er, wie der Wagenschlag zufällt, als auchschon ein energischer Zungenschlag die Pferde dahinschicßenläßt. Er lenkt sie finster und dabei nach allen Seiten um-schauend, ob nicht eine andere herrschäftliche Equipage ausirgend einer Seitenstraße herausrasseln wird, um den thörich-ten Versuch zu machen, ihm den Vorrang abzulaufcn. Da-bei wirft er zuweilen einen Blick auf die Thurmuhr, beider er vorüberfährt und spart auch einen leichten Peitschen-hieb nicht, um den Trab der beiden Pferde zu beschleunigen.

Der Lakai hinten auf schaukelt heute nicht, leicht, be-quem und graziös an den Riemen hängend; er hat sich aufdie Fußspitzen erhoben, und wenn man so sieht, wie erbeinahe krampfhaft den Hals vorstreckt, und über dem Dachedes Coupe weg starr nach dem Schlosse blickt, wohin sicheine unzählige Menge wild gewordener Equipagen begibt,und wenn man dabei bemerkt, wie er zu gleicher Zeit mitden Annen rudert, so könnte man glauben, er wolle durchdiese Bewegung den Lauf des Wagens beschleunigen. DieRampe hinauf geht es in einem kurzen Galopp, oben abermuß man einen Augenblick halten, weil schon eine ziem-liche Wagenreihe dasteht, die langweilig File macht, undSchritt für Schritt vorrückt, bis jede Equipage sich ihreskostbaren Inhalts entledigt hat. Die Wagcnthüren fliegenzu, daß einem die Schlösser leid thun, nachdem die Lakaien