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Siebzehntes Kapitel.
Mäntel und Shawls so hastig von den Sitzen gerissen, daßman sich wundert, wie nur eine Spitze oder ein Sammet-besatz ganz bleiben kann.
Es ist aber auch keine Kleinigkeit, welche den gesamm-tcn Hofstaat so plötzlich in Alarm bringt und nach demSchlöffe sprengt. Die lang erwartete Stunde Ihrer Hoheitder Frau Herzogin ist endlich gekommen, die Acrzte habensich um sechs Uhr in der Frühe versammelt, die oberstenHof-Chargen sind seit acht Uhr vollständig bei einander,
sprechend und flüsternd, und machen unendlich lange Ge-sichter. Alle spazieren auf den Zehen paarweise im Zimmerauf und ab, den Federhut vor den Bauch gedrückt, mit
hoch cmporgezogenen Augbraucn, und so oft einer derdienstthuenden Kammerhcrren eilfertig durch das Vorzimmerstolpert, — bei wichtigen Veranlassungen pflegen die Kam-merherren im übermäßigen Diensteifer zu stolpern — sodrücken die Excellenzcn den Federhut fester an den Leib undes ist ihnen selbst äußerst seltsam zu Muth.
Das ganze Schloß befindet sich in einer sehr erklär-lichen Aufregung; der Chef der Küche macht ein äußerst
wichtiges Gesicht, denn an seinem Wirken hängt in der
nächsten Zeit das Wohl des Staates. Er ist ein über-mäßig wohlbeleibter Mann, welche Naturgabe einen sehr-vorwitzigen Küchenjungen im Zusammenhänge mit dem außer-gewöhnlichen Leben und Treiben zu einer sehr unpaffendenBemerkung Veranlassung gab; in Folge derselben brachte der