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2 (1857)
Entstehung
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Augenblicke des Glücks.

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oder Kriegsministerium eine neue blitzende Tresse oder ir-gend eine unpassende Stickerei usurpirt hat.

Die Herrschaften in den Equipagen haben ganz dasberuhigte, wir möchten fast sagen langweilige Ansehen ihrerDienerschaft. Die Freuden, denen sie entgegenfahren, sindihnen so bekannt, so gewöhnlich, und ebenso gut wie ihnenbekannt ist, daß nach der Suppe irgend ein Fisch servirtwerden wird, ebenso genau wissen sie auch, welche FrageDieser oder Jene an sie richten wird und was sie wahr-scheinlicher Weise antworten werden.

Und nicht nur die Gäste erscheinen so im Schlosse mitgemessenen ruhigen Bewegungen, schreiten langsam durchdie Gänge und steigen, ohne sich zu übereilen, die Treppenhinauf, nein, dies Gefühl des Gewöhnlichen und All-täglichen drückt sich auch in der kalten, abgemessenen Artaus, mit welcher die Portiers salutircn, oder wie die La-kaien die Thüren öffnen, oder wie sich die dienstthuendenKammerherren händereibend und süß lächelnd in den inner-sten Gemächern breit machen.

Ganz anders aber gestaltet sich -dagegen das Lebenvor und im Schlöffe, wenn ein plötzlich eingetretenes wich-tiges Ereigniß fast mit der Schnelligkeit des Telegraphenden obersten Hofchargen, den Würdenträgern, den Epcellenzen,den Hof- und Ehrendamen gemeldet wird, und ihre schleu-nige unvorherzusehende Anwesenheit in der Residenz ver-langt. Da paßt der Vergleich mit dem Leben und Treiben