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2 (1857)
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Siebzehntes Kapitel.

schönem warmem Sommerwctter, wo Alles in geordnetemFluge zugeht, wo keine übermäßige Eile stattfindet, wo eingefüllter Wagen nach dem andern kommt, um nach weni-gen Augenblicken leer wieder abzuziehen; gerade wie' beiden Bienen, nur daß hier der Inhalt der Wagen, der imSchlosse zurückbleibt, sich nicht immer als süßer Honig dar-stcllt, sondern oft viel mehr Aehnlichkeit mit Gift undGalle hat.

Dieses ordnungsmäßige Ab- und Zuschwärmen derEquipagen hat an solchen Tagen etwas Nervenberuhigendes,etwas Gemüthliches, denn eine ähnliche Stimmung drücktsich im gesammelten Trabe der Pferde aus, ja wir möch-ten sagen in dem anständigen Schaukeln der Wagen, vorAllem aber in der sichern, gesetzten Haltung von Kutscherund Bedienten. Der erstere, vorne auf dem Bocke, deretwas vornehm nachlässig zur Seite sitzt, hat seine Uhr imKopfe, und da er weiß, daß er nicht eine Sekunde zuspät an dem Perron anfahren wird, so gibt dies seiner Mieneetwas Bestimmtes, Ruhiges, seinem Lächeln einen sichern, ange-nehmen Ausdruck. Der Lakai auf dem Trittbrette hängt anden Quasten mit einem Gesichte, worauf sich deutlich ab-spiegelt, daß er mit sich zufrieden ist, er folgt, sich graziösschaukelnd, jeder Bewegung des Wagens, er hat gar keineEile, und wenn er um sich schaut und sich vielleicht indiesem Moment sein Blick um etwas Weniges verfinstert, soist das nur, weil er sieht, wie sein College vom Handels-