Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
179
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Rosa.

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ihre Hände leidenschaftlich von sich ab, und indem sie sichan die Brust des unvcrmuthek Eingetretenen warf, rief sieaus:O, Heinrich, schütze mich, rette mich!"

Beides will ich, meine liebe, liebe Rosa," sprachsanft Herr Böhler, und während er sic mit dem rechtenArm umschlang, wandte er sich mit einer Bewegung derlinken Hand gegen Herrn von Wenden, indem er sagte:Sie sehen, Herr Baron, daß für Sie hier weiter nichtszu suchen ist."

Der Kammerherr machte ein äußerst seltsames Gesicht.Es hatte in erhöhter Potenz denselben Ausdruck, wie wennman in frühester Jugend aufs Allerunvermuthcstc bei einemsehr schlimmen Streich überrascht wird. Es war das Ge-fühl eines ertappten Schulbuben, das ihn überschlich unddas auf seinem Gesichte sich zeigte in ziemlich verwirrtenBlicken, in einer langen Nase und einer albern herabhän-gendeu Unterlippe. Herr von Wenden sah in diesem Augen-blicke weder schön noch liebenswürdig aus. Rosa, dieschüchtern nach ihm hinschaute, drückte daraus ihr Gesichtfast schaudernd wieder an die Brust des Photographen undwar gründlich und auf immer geheilt von allen Fcnstcr-beobachtungen und von allen Versuchen des Telegraphirens,die so unschuldig aussehen und doch so gefährlich werdenkönnen.

Herr von Wenden verschwandund schnell war seineSpur verloren."

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