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2 (1857)
Entstehung
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178
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Sechzehntes Kapitel.

finden hoffe!" unterbrach sie rasch Herr von Wenden, in-dem er zudringlicher wurde.Ein Glück, schöne Rosa, dasauch Ihnen nicht wie ein Unglück Vorkommen soll." In-dem er das sagte, trachtete er darnach, seinen Arm aber-mals um ihren Leib zu legen, sie an sich zu ziehen, wäh-rend seine Lippen sich ihrem Gesichte näherten. Doch wares nur ein Augenblick, daß er also trachtete, und keinAugenblick des Glücks. Denn das junge Mädchen, welcheseine Sekunde mit entsetzt aufgeriffencn Augen um sich schaute,stieß ihn gleich darauf so heftig von sich, daß er mit einemaußerordentlich überraschten Gesicht zurücktaumelte, wobei ersich nicht enthalten konnte, auszurufen:Aber, mein Fräu-lein, was soll denn das bedeuten?"

Das soll bedeuten, Herr Baron von Wenden," ant-wortete plötzlich die Stimme eines Mannes hinter seinemRücken,daß es für einen so gescheidten Herrn sehr unklugist, sich Unarten gegen ein armes wehrloses Mädchen zuerlauben, sie in ihrem Zimmer zu überraschen, wenn manzufällig erfahren, daß ihre Mutter ausgcgangen ist."

Nachdem Rosa so eben mit dem plötzlichen Auflodcrneines wilden, ihr selbst unbegreiflichen Zornes den Kammer-Herrn von sich gestoßen, hatte sie die Hände vor ihre Augengedrückt, und es war ihr gerade, als wanke sie hin undher und müsse im nächsten Augenblicke Zusammenstürzen.Da traf auch sie die Stimme, die wir so eben vernommen,und schlug tröstend und rettend an ihr Herz. Sie streckte