Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
177
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Rosa.

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gewaltsamen Bewegung in die Höhe warf und eine derStellungen einnahm, die, edel, imponirend und schön, dasEntzücken jedes Malers und Bildhauers gewesen wären.

Herr von Wenden schwebte auf sie zu, täppisch wieeine dicke, verliebte Fliege, prallte aber fast zurück vor demstarren und seltsamen Blick des Mädchens.Nein, nein,"rief er aber gleich darauf, wie um sich selbst Muth zumachen,nein, nein, schöne Nachbarin, so entkommst dumir nicht. Es gibt Augenblicke des Glückes, und wer dienicht erfaßt, ist ein Thor." Als er das sagte und vonNeuem das ruhig dastehende Mädchen mit den Händen be-rührte, verwandelte sich das trotzige Aussehen ihres Gesichtsin eine tiefe Wehmutb. Sie bis; heftig auf ihre Lippen, indiesem Augenblick nicht um ein zorniges Gefühl, sondernnur um die Thräncn zu unterdrücken, welche trotz der ge-waltsamen Anstrengungen, die sie machte, in ihre Augenstiegen und dort glänzten und zitterten.

Was wollen Sie von mir?" fragte sie mit einertief schmerzlichen Stimme.Was wollen Sie von einemarmen Mädchen, das es bereut, o, Mein Gott, wiebereut! wenn es Ihnen Veranlassung zu dem Glaubengab, es nähme das geringste Interesse an Ihnen? Waswollen Sie hier in dieser armen Wohnung, die kein Aufent-halt für Sie ist, wo Sie kein Glück finden können undwohin Sie nur Unglück zu bringen vermögen?"

O, ich weiß schon ein Glück, welches ich hier zuHackländer. Dcr Aligenblickdes Glllcks.il. 12