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Fünfzehntes Kapitel.
dieners gepaßt; denn dieser saß in der rosensarbigsten Launein seinem Lehnstuhle und sprang beim Anblick des Adju-tanten mit einer gar possirlichen Tanzbewegung in die Höhe.
„Herr von Fernow," sagte er, indem er freudig dieHände zusammenschlug, „ich glaube, wir haben heute einenganz vortrefflichen Tag. .Ich habe etwas erlebt, was seitlangen Jahren nicht mehr geschehen ist. Seine Hoheit ha-ben mich vorhin an diesem meinem rechten Ohrläppchen ge-zupft und dazu gesagt: „„Kindermann, wenn wir nicht soein altes schwatzhaftes Weib wären, so sollten wir erfahren,daß wir heute einen Augenblick des Glücks gehabt haben.""Nun wissen Sie, Herr von Fernow, der Regent das sagenund ich meine Schleusen aufziehcn, das war eine Sache desHandumdrehens. Vor Ihnen habe ich keine Geheimnisse.Sie gehören von jetzt ab zum innern Haushalte; wissenSie also" —
Der Ton der Klingel aus dem Kabinet des Regentenunterbrach den redseligen Kammerdiener. Er hüpste hinterdie Vorhänge, und als er wieder zurückkam, machte ereine bezeichnende Handbewegung nach der Thüre des Kabi-nets, wobei er flüsternd sagte:
„Morgen mehr. Ich habe ein paar Ausgänge zumachen. Seine Hoheit ist so vortrefflich gelaunt, daß, wennSie sich heute eine Gnade ausbitten, er Ihnen nichts ab-.schlagen wird."
In der That saß auch Seine Hoheit in sehr froher