Keine Rose ohne Dornen.
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Stimmung, die auf seinem Gesichte wiederstrahlte, vor sei-nem Schreibtische. Beim Eintritt des Offiziers streckte erihm die Hand entgegen, was er bisher nie gethan, undsagte verbindlich:
„Ich danke Ihnen, lieber Fernow, für Ihre gutenund getreuen Dienste. Ich denke eifrig an eine Belohnungsür Sie und werde suchen, die Hindernisse, welche sich nochentgcgenstellen, auf die Seite zu räumen. — Wenn Sienach Hause fahren, so thun Sie mir die Liebe, und passirenbei Wenden. Ich will ihn vor der Tafel sprechen. —Apropos, erinnern Sie sich noch des Abends neulich, alsSie ungerufen in mein Kabinet kamen. Ich glaube, daswar für uns zwei eine gute Begegnung."
„Für mich wenigstens war es ein Augenblick des Glücks,"sprach der junge Mann mit einer ehrerbietigen Verbeu-gung, „denn das Vertrauen, welches mir Eure Hoheit be-wiesen, hat mich zum glücklichsten Menschen gemacht."
„Zum glücklichsten vielleicht noch nicht," entgegnetelächelnd der Regent; „aber was nicht ist, kann noch wer-den. Wenn Sie es nur in Ihrer wichtigsten Angelegenheitmit einem andern Charakter, als mit dem des BaronRigoll, zu thun hätten! — Doch hoffen Sie aus die Zu-kunft, wir wollen sehen."
Der Regent wandte sich nach einer freundlichen Hand-bewegung wieder zum Schreiben um, und der junge Offizierverließ das Kabinet und gleich darauf das Schloß. Als er