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2 (1857)
Entstehung
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146
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Fünfzehntes Kapitel.

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Sollten Sie aber diese Wünsche bis zu der angegebenenZeit nicht auf's Deutlichste ausgedrückt haben, so werde ichmir nach zwei Uhr erlauben, einen meiner Freunde zu EurerExcellcnz zu schicken."

Der Major hatte dies in dem ruhigsten, aber bestimm-testen Tone gesagt und nur dann seine Stimme erhoben,

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wenn der Oberstjägermeister, dessen Gesichtsfarbe anfing in'sGrünliche überzugehen, unter heftig zuckenden Bewegungender Hände und Füße Miene machte, ihm in's Wort zufallen.

Das ist's, was ich gewollt!" sprudelte er jetzt her-vor;Sie oder ich; und das ist es ja auch, wornach Sietrachten. Ah, Herr von Fcrnow, ich bin freilich der ältereHerr und Sie der jüngere Mann, der gewandt ist im Aus-holen von Geheimnissen; auch gewandt im Wegnehmen einesTaschentuches, welches die Damen in ihrem Wagen liegenlassen, ja dieses Taschentuches," fuhr er mit schäumendemMunde fort, indem er auf das Tuch des Fräuleins vonRipperda wies, welches der Major zu verbergen vergessenhatte.Doch sollen Sie nicht glauben, daß mich kleinlicheEifersucht treibt, oder daß ich Ihnen das Feld räume,auch wenn hundert Schnupftücher meiner Braut in IhrenHänden sind. Es ist ungeheuer leicht, ein wehrloses Mäd-chen zu compromittiren."

Dies letzte Wort durchzuckte den jungen Offizier, alshätte ihn ein Blitzstrahl getroffen. Er biß sich die Lippen