Keine Rose ohne Dornen.
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fort, so sagen wir lieber, Sie haben meine Geheimnisse demRegenten verkauft."
Herr von Fernow blickte im Saale umher, zuckte dieAchseln und schwieg.
Ich bin nicht der Mann," sprach Herr von Rigoll mitzittemdem Munde weiter, wobei seine Augen sonderbarzwinkerten, „der es ungestraft hingehen läßt, wenn jungeLeute, die ansangen sich zu fühlen, meine Wege durchkreu-zen, um das, was ich mühsam vorbereitet, mit ungeschick-ter Hand auseinanderzuziehen und unüberlegt zu Boden zutreten."
Herr von Fernow lächelte spitz, als er dem Oberst-jägermeistcr die Worte erwiderte: „Herr Baron von Rigoll,es thut einem jungen Manne, der eben anfängt sich zu füh-len , in der That außerordentlich weh, einem älteren Herrn,wie Euer Excellenz, der nicht nur den Ton bei Hofe, son-dern auch den Ton der gewöhnlichen allgemeinen Schicklich-keit genau kennen sollte, sagen zu müssen, daß Ausdrücke,wie die, deren Sie sich soeben bedienten, unter Männernvon Ehre nicht gebräuchlich sind, und daß es, nebenbei ge-sagt, verzeihen Sie mir das Wort, sehr wenig überlegt ist,sie in diesen Räumen hören zu lassen. Was ich gethan,habe ich zu verantworten. Finden Sie sich durch meinBenehmen irgendwie gekränkt, so werde ich, um Ihnen, derso hoch im Range steht, den gebührenden Vortritt zu lassen,bis heute um zwei Uhr auf Ihre weiteren Wünsche warten,HacklLnder. Der Augenblick des Glücks. II. 10