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2 (1857)
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Fünfzehntes Kapitel.

ein solcher Augenblick des Glücks möchte dahin flattern, wieein schöner Traum. So war's dem jungen Offizier zuMnth, und als er nun sah, wie die Prinzessin bei Hele-nen seine Stelle einnahm, das heißt, wie sie ihren Armum den Hals des jungen Mädchens legte, und ihr Hauptauf deren Brust niedersinken ließ, da sagte er denn mitflehender Stimme:

Euer Durchlaucht, in Ihren Händen liegt das Ge-schick zweier Herzen, die selig sind, ihr Glück durch Sie zuempfangen, und die ewig für Sie schlagen werden in Zu-neigung und Ehrerbietung!" Damit zog er sich leise zurThüre zurück, und als er durch das Vorzimmer schritt, ju-belte es in ihm laut und freudig:Das war der rechteAugenblick des Glücks!" Auch beging er in diesem Augen-blicke des Glücks noch eine kleine Thorheit. Er riß dasTaschentuch Helenens, welches er unter der^ Uniform ansder Brust trug, hervor und bedeckte es mit unzähligen, lei-denschaftlichen Küssen.

Als die Thür des Vorzimmers hinter ihm ins Schloßfiel und er auf dem Corridvr dahinging, war ihm zu Muth,als hätte er Flügel und schwebe nur so dahin auf demFußboden. Wie aber in der Welt dafür gesorgt ist, daßdie Bäume nicht in den Himmel wachsen, so harrt unsergewöhnlich auch eine kleine Abkühlung, wenn wir uns imhöchsten Stadium der Freude und des Glücks befinden.Diese Abkühlung des Herrn von Fernem im gegenwärtigen