Keine Rose ohne Dornen.
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man von dem Ausdruck ihrer Augen durchaus nichts sehenkonnte.
„Nehmen wir uns in Acht!" dachte der Regent, „siespielt nicht ohne Absicht mit mir Versteckens! Sie beschattetihr Gesicht, ich sitze im Lichte; und wir müssen ebenfallsVorsichtsmaßregeln anwenden." Indem er sich, dies denkend,so viel als thunlich war, in seinem Fauteuil zurücklehnte,stützte er den Arm auf die Lehne desselben und legte denKopf in die Hand.
„Und der zu erwartende Thronerbe soll Ihrer Sorg-falt entbehren?" fragte er dann mit Beziehung. -
„Ob Thronerbe, ob Prinzessin," entgegnete Ihre Durch-laucht, „ich bin überzeugt, daß Ihre Bestimmungen die bestenund nützlichsten sein werden."
„Seit wann schenken Sie mir dies Vertrauen?"
„Ich habe nie anders über Sie gedacht, nur bin ichvielleicht zuweilen mißverstanden worden."
„Ei, Prinzessin!" nahm der Regent nach einemaugenblicklichen Stillschweigen das Wort, „verzeihen Siemir, wenn ich Ihnen sage, daß ich anfange, an Ihnenirre zu werden. Sie, eine Liebhaberin des kleinen Krie-ges, der schon seit längerer Zeit zwischen uns besteht,wollen sich aus Ihren sicheren Positionen zurückziehen undmir das Schlachtfeld allein überlassen? Wie verstehe ichdas?"
' „Es ist der richtige Ausdruck," erwiderte die Prinzessin
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