Keine Rose ohne Dornen.
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zu bedeuten hatte, welches in ihrem Blick glänzte, undwarum ihre Lippen fast unmerklich zuckten, aber doch zuck-ten. Er kannte die Leidenschaft der Prinzessin mit scharfenWaffen zu fechten, und wußte wohl, wie schwer sie ausder Fassung zu bringen war. Sie hatte mit ihrer Rechtenüber die Schulter hinweg eine der schweren seidenen Quastengenommen, welche an langen Schnüren befestigt waren undzum Zuziehen des Vorhanges dienten, und gebrauchte diesewie einen Fächer, indem sie dieselbe jetzt anhaltend imKreise drehte, sich so Kühlung zufächelnd, und sie dann vordas Gesicht hielt, wobei im letzteren Falle ihre Augen rechtschelmisch, ja fast boshaft, durch die glänzenden violettenFäden durchblickten.
„Wir werden in den nächsten Tagen ein Ercigniß beiHofe haben," sprach der Regent mit Beziehung auf dieverwittwete Herzogin nach einer Pause; „ich glaube, inganz naher Zeit. Darnach, wenige Wochen später, wirdsich, wie wir beide genau wissen, die Herzogin nach Eschen-burg zurückziehen."
„Ich glaube, das Letztere ist eine ausgemachte Sache,"erwiderte die Prinzessin aufmerksam; „und wenn ich nichtirre, sind für diesen Fall schon alle Arrangements vorge-sehen." — Sie ließ die Quaste vor ihrem Gesichte herab-hängen, dieselbe dann einen Kreis beschreiben und zwischenden umherfliegenden Fäden warf sie einen scharfen Blick aufden Regenten.
HacklLndcr. Der Augenblick des Glücks. II.
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