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2 (1857)
Entstehung
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Fünfzehntes Kapitel.

Kopfe und sagte laut und vernehmlich:Gut, wir wol-

len sehen."

Obgleich sich der Kammerdiener als letzten Versuch denAnschein gab, als habe der Regent mit ihm gesprochen,und sich augenblicklich nach den Befehlen Seiner Hoheiterkundigte, so war doch auch damit nichts gewonnen. DerRegent sagte:Ich danke, es ist nichts, lieber Kinder-mann." Daslieber Kindermann" stimmte den altenHerrn fast wehmüthig und er dachte bei sich:Was nütztmir daslieber Kindermann", wenn er gerade thut alssei ich der letzte Schloßknecht und so eben erst in Dienstgetreten. Es wäre doch nicht das erste Mal, daß er einWort fallen ließe über ein wichtiges Vorhaben. Hat ermich doch schon bei anderen Veranlassungen gefragt: Es istuns doch heute Morgen keine Spinne begegnet? oder: Washalten wir vom heutigen Tage, Kindermann? Ist er gutoder schlecht? Können wir etwas unternehmen oder lassenwir es lieber bleiben?"

Unterdessen war nichts zu machen. Der Kammerdie-ner hatte seine Schuldigkeit gethan und mußte dem Herrnvon Fernow, auf den er noch seine letzte Hoffnungsetzte, das Uebrige überlassen, denn der Major war imVorzimmer, und als der Regent wenige Minuten vor zehnUhr hindurchschritt, hörte ihn Herr Kindermann sagen:Be-gleiten Sie mich hinauf, Fernow, und bleiben Sie in derNähe." Dabei stiegen Beide die Treppen hinauf, und ehe