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Fünfzehntes Kapitel.
beiden Fenster in gothischem Stile, welche aus alten, ans-gewählten Glasmalereien bestanden. Vor denselben befan-den sich kleine Ruheplätze, welche so construirt waren, daßman sie als Sophas benutzen konnte, wo zwei Personennebeneinander saßen,, und die sich wieder durch eine leichteHandbewegung so wenden ließen, daß sie zwei einandergegenüberstehende Fauteuils bildeten. Die Thüre zur Bi-bliothek war mit einem vortrefflich erhaltenen alten Gobelinbedeckt, und den Ausgang in die inneren geheimen Zimmerbildete ein riesenhafter Spiegel, der vorn Fußboden bis andie Decke ging und sich durch den Druck auf eine Fe-der leicht herumwandte. Er öffnete sich ebenso geräuschlos,wie er sich wieder schloß. Die Etageres in diesen: Zim-mer, sowie auch der Schreibtisch waren mit den ausge-suchtesten kleinen Kunstwerken in Metall und Porzellan be-deckt, und hier, wo die Prinzessin, wie gesagt, selten Je-mand den Eintritt gewährte, befanden sich auf den Di-vans, den Stühlen und Fauteuils Bücher, halbgeöffneteMappen mit den seltensten Handzeichnungen und Aquarelle,oft in malerischer Unordnung.
Am frühen Morgen des Tages nach der Unterredungmit Herrn von Fernow, nachdem der Adjutant seinen Rap-port abgestattet, hatte der Regent die Prinzessin um eineUnterredung bitten lassen; und nach geschehener Anfrage,nachdem auch die gehörige Zeit verflossen, meldete HerrKindermann, es würde Ihre Durchlaucht außerordentlich